Unterwegs

Montag, 4.Juli 2016

Heute Nacht erwachte ich schweissgebadet, ging kurz zum WC und lüftete dann das Schlafzimmer gründlich.  Drinnen war es wohl etwa 25° warm, aber draussen nur etwa 15°.  Diese Erfrischung tat gut.  

Das Wetter zeigte sich fast wolkenlos am Morgen und so konnte ich wieder einen grösseren Rund- gang unternehmen:  Erst bis zur Fussgänger- Hängebrücke am Glenner, dann zum neuen Kreisel der Umfahrung von Ilanz und weiter auf dem Waldweg neben dem Vorderrhein bis zum Recycling- werk Rueun.  Für den Rückweg wählte ich den Waldweg von Schnaus bis zur Ruscheinerstrasse, mit einigen Rastpausen auf Ruhebänken.

Dann war es Zeit für ein kleines Zmittag und eine längere Siesta.

Am Nachmittag nach der Siesta wurde ich von zwei Telefonaten geweckt:  Dr. Nyame und Natalia Clerk aus Ghana / Westafrika baten mich eindringlich um Geld, damit der Sohn von Natalia operiert werden kann um sein rechtes Bein zu retten.  Er musste auf die Strasse gehen um für etwas Geld für Nahrung zu betteln, weil ich Natalia kein Geld mehr senden konnte u. wurde dort von einem Motor- radfahrer angefahren.  Traurig !   Weil ich etwa 120 Franken einsparen wollte, kostet nun dies einen Betrag von über 1'200 Franken, das Zehnfache !  Dies zeigt wieder wie wichtig meine Unterstützung meiner Schützlinge in Afrika ist.

Zur Entspannung ging ich dann auf einen grösseren Rundgang dem reissenden Glenner- Fluss ent- lang, den teilweise gefährlichen und mühsamen Waldweg bis zum Ende bei der Valser Strassenbrü- cke.  Mich störte enorm, dass an einer Stelle der Fussweg vom Hochwasser des Glennerflusses weg gespült war und ein Durchgang kaum mehr möglich ist, wie man hier sieht:

Dort sollte unbedingt ein Steg gebaut werden, dass der Durchgang bei jedem Pegelstand des Flus- ses gesichert ist .   Und einige weitere gefährliche Stellen des Weges sollten auch saniert werden.

Beim Rückweg auf der Valserstrasse sah ich im Strassengraben, der eigentlich nur eine leichte Ver- tiefung der Strasse am Rand ist, eine Blindschleiche, die verzweifelt herum schlängelte, weil sie kei- nen Halt fand um wieder ins Gebüsch zu fliehen.  Ich wollte ihr helfen und sie mit meinen Fingern packen, aber dies machte ihr offensichtlich noch mehr Angst, denn als ich sie endlich in meiner Hand hatte, beruhigte sie sich zwar ein wenig.  Aber sie stiess einen etwa 4 cm langen Teil ihres Schwanzes ab, der auf den Boden fiel. 

Das tat mir sehr leid, doch so viel ich tröstlicherweise weiss, wächst bei der Schlange ihr Schwanz wieder nach.

Zurück in meiner Mansarde war es wieder Zeit für ein kleines Abendessen und anschliessend einige Computerarbeiten.   

Auch nahm ich wieder per Skype Kontakt auf mit der Pastorin Metuh in Abidjan, die für mich einen guten Anwalt fand, der in Abidjan auch ein "Siebenstern Hilfswerk für Kultur und Menschen in Not" gründete.  Sie teilte mir mit, dass für die Übertragung der Millionenerbschaft von der leider verstor- benen Flora Edward noch eine Bankgebühr zu bezahlen sei.  Ich bat sie nun dieses Geld von der Erbschaft zu nehmen und nicht mich in meiner schwierigen Lage zu belasten.  Ich hoffe, dass diese Angelegenheit möglichst bald gelöst werden kann und mein Hilfswerk in der Schweiz einen grösse- ren Betrag vom Hilfswerk in Abidjan erhalten wird, damit auch ich konkrete Hilfsaktionen starten kann, die dringlich sind..

Dies für heute.  Ich wünsche auch dir eine gute Nacht !   Mit lieben Grüssen, Thyl STEINEMANN

<<<<<< O >>>>>>

> Nächste Webseite