6. Ein Bohnenbaum

Bei den Rundgängen hinauf zum Frauenkloster komme ich in der Regel am Regionalspital Jlanz und am zuge- hörigen Angestelltenhaus vorbei.   Dort vis ã vis steht ein eigenartiger Baum:

Da hängen sicher über einhundert etwa 30 cm lange Bohnen dran!    Ist dies nicht lustig ?  Eine solche Bohne habe ich mitgenommen und fotografiert:

Hast Du sowas auch schon mal gesehen?   Man kennt doch sonst Bohnen im Garten nur als "Höckerli" oder als "Stangenbohnen".   Allerdings denke ich, dass diese Bohnen an einem Baum kaum essbar sind, jedenfalls getraue ich mich nicht diese Bohne zu probieren...

Im neuen Jahr 2016 im Juli blüht dieser Bohnenbaum wieder wie hier auf dem Bild zu sehen:

Heute Nachmittag, 30. September bin ich nach der Siesta wieder auf einen Rundgang entlang dem Vorderrhein gegangen und auf Feldwegen zurück nach Jlanz.  Da hat es neu eine schöne Sitzbank an der Strasse von Strada nach Jlanz, mit Sicht auf die Felder, zum Mundaun, in die obere Surselva und zur Signina hinauf.

Da ist gerade ein Bauer daran mit einem Spezialfahrzeug das gemähte Gras einzusammeln.  Ich staunte, dass das am Traktor angehängte Spezialfahrzeug vollautomatisch das Gras aufnimmt und in Plastic- Ballen ver- packt, die es etwa alle 50m hinten ausrollen lässt, wenn sie voll sind.   Das sieht dann etwa so aus:

Da denke ich natürlich wieder einmal an meine Zeit im halbjährigen Landdienst als Fünfzehnjähriger in Epen- des bei Yverdon im Welschland.  Da war noch Alles Handarbeit mit Rechen und Gabel, Pferdefuhrwerk usw.

Ich habe zwar nicht viel Französisch gelernt, weil der Bauer mit mir Schweizerdeutsch sprach und die Bäuerin sprach nur sehr wenig mit mir.  Aber es war für mich eine sehr wichtige Zeit um das Bauern richtig kennen und respektieren zu lernen.   Zum Dank lernte ich dann viel später einmal als dritte Frau eine Bauerntochter kennen, mit der ich am längsten verheiratet war, nämlich dreissig Jahre !

Aber da kommt mir auch ein Beinahe- Unfall in den Sinn:  Als ich wieder einmal im Pferdestall mistete, bückte ich mich neben dem jungen Gaul, der in diesem Moment mit seinem Hinterlauf kräftig ausschlug und mich bei- nahe am Kopf traf --- nur Zentimeter daneben.   

Da hatte ich aber einen guten Schutzengel !   Denn hätte mich der Gaul am Kopf getroffen, wäre dieser Hufschlag wohl tödlich gewesen.

Nach diesen Gedanken, die Abendsonne geniessend, erhob ich mich wieder von der Sitzbank u. ging zurück in meine Mansarde für Internetarbeit, für ein kleines Abendessen und nun für diese neue Webseite.   Gute Nacht !

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