Weihnachten 2015

Samstag, 26. Dezember.  

Diese Woche fuhr ich täglich mit der Bahn oder per Autostopp nach Chur in die Altstadt, wo ich an verschiedenen geeigneten Plätzen auf meiner Schlüsselfiedel musizierte.  Immer so lange als ich es aushielt bei dieser Kälte, denn mit klammen Fingern kann man ja nicht mehr spielen.

Ich durfte sehr häufig die Erfahrung machen, dass nette Leute zu mir heran kamen und mit mir ins Gespräch kamen, ihr Münz aus dem Portemonnaie klauten und ihren Kindern gaben, dass sie es stolz zu mir bringen können und das Geld in den Instrumentenkasten legen dürfen.

Einigen Kindern erlaubte ich sogar meinen Streichbogen in die Hand zu nehmen und mit meiner Hand geführt auf der Schlüsselfiedel eine improvisierte Melodie zu spielen, was sie begeisterte und meist von den Eltern fotografiert wurde.   

Dieses Mädchen war sehr stolz, mal selbst ( mit meiner Hilfe ) auf der Tastenfiedel eine rassige Melodie spielen zu dür- fen.

So konnte ich also jeden Abend mit einem Hosensack voller Münz die Heimfahrt nach Ilanz antreten und dann in meiner Mansarde auf dem kleinen schwarzen Tischchen das erhaltene Münz zählen:

Auch wenn zum Teil Kleingeld dabei war bis 5 Rappen hinunter, so summierte sich der schöne Geldsegen doch meist bis einhundert Franken von einem einzigen Nachmittag.  Damit war es mir möglich wieder zwei Raten an die Mansarden- kosten zu bezahlen, damit ich wieder ruhig schlafen kann. 

Das Schönste aber an meinen Auftritten als Strassenmusikant sind immer wieder einige besonders nette Begegnungen mit lieben Menschen, die mir nicht nur Geld spenden, sondern dazu auch VIEL Gutes wünschen.

Ich wünsche euch Allen, liebe Leserinnen u. Leser meiner Webseiten, friedliche, schöne Feiertage ! 

Mit herzlichen Grüssen, euer Thyl STEINEMANN

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