37.  Unterwegs im "Urwald"

Donnerstag, 17. Dezember.  

Heute Nachmittag ging ich nochmals den gleichen Weg von gestern um einige Bilder zu fotografie- ren mit meiner kleinen Digitalkamera.   Es war nicht mehr ganz so kalt wie gestern, aber es zogen ganze Nebelschwaden durch das Tal dem Vorderrhein entlang:

Im Vordergrund sieht man eines der abgeernteten Maisfelder, wo jetzt nur noch die Stoppeln zu seh- en sind mit gefrorenen Wasserpfützen.  

Was mich aber immer wieder empört ist der Zustand der Wälder entlang des Vorderrheins:  Ein weit- gehendst vernachlässigter "Urwald" mit so vielem Fallholz u. sogar quer liegenden Baumstämmen, dass einem der Durchgang durch den Wald verunmöglicht wird wie hier zu sehen:

Oder so:

Und ein paar Schritte weiter sieht es dann so aus:

Beim weiter gehen  bekam ich plötzlich höllisches Zahnweh, das sich anfühlt wie wenn man mit einer Nadel direkt in den Nerv eines Zahnes hinunter sticht.  

Ich sollte halt dringlichst wieder in Behandlung gehen können  zu einem guten Zahnarzt. Ich bin aber meinem bisherigen Zahnarzt drei Rechnungen schuldig, zusammen über 850 Franken.  Deshalb wol- len seine Angestellten mir keinen neuen Behandlungstermin mehr geben bevor diese Rechnungen bezahlt sind.  Das ist ja verständlich, aber schlimm für mich.

Mein Gebiss sieht nun etwa so aus:

Das ist wirklich schlimm mit diesen maroden Eckzähnen und weiteren Zahnlücken.   Zum Speisen kauen habe ich nur noch oben links zwei Stockzähne ( rechts oben nur noch einen ). Da ist das Kau- en recht schwierig und darum passiert es auch immer wieder, dass ich auf die Zunge beisse, was mörderisch weh tut und auch schon stark geblutet hat.   Entschuldigung für das wüste Bild !

Ich befürchte ein wenig, dass der viele Süssmost dazu beitrug, dass meine Zähne anfingen zu faulen, denn ich habe die letzten zwei Jahre täglich mindestens einen Liter naturtrüben Süssmost von der Migros getrunken, auch nachts gelegentlich ein paar Schlucke.

Der Kostenvoranschlag vom Zahnarzt für eine Sanierung meines Gebisses beträgt über 3'500.- Fr.   Schon deshalb auch wäre ich überglücklich, endlich eine erste Erbschaft zu erhalten von meinen lieben armen Schützlingen, welche selbst keinen Zugriff zu ihrer Erbschaft haben und darum sehr froh wären wenn ihre Erbschaft in die Schweiz kommt u. von mir verwaltet wird im "Siebenstern Hilfswerk für Kultur und Menschen in Not". 

Ich kehrte also wieder um und ging zurück nach Jlanz.  Am Obertor der Altstadt Jlanz haben sie ein Weihnachtsbäumchen hingestellt mit einer goldenen Girlande:

Dann kam ich an der reformierten Kirche vorbei, in der Licht war.   Ich ging rein und traf einen Arbei- ter, der daran war die Weihnachtsdekoration einzurichten.  Ich ging gleich zur Empore hinauf und setzte mich an die Orgel u. spielte etwa 10 Minuten zu meinem grossen Vergnügen das Menuett und eine Reihe schöner Akkorde.

Dann setzte ich mich noch eine Weile in einen Ledersessel im evangelischen Buchladen, wo so viele schöne Bücher, Hefte, Kalender, Ansichtskarten usw. ausgestellt sind - eine wahre Fundgrube für schöne Weihnachtsgeschenke.   Aber ohne Geld kann ich halt nichts besorgen...

Ja, und dann gab es für mich wieder viel Arbeit am Computer, nachher ein kleines Abendessen und nochmals Computerarbeit um die Bilder in eine neue Seite für mein Internet - Web zu bearbeiten mit neuen Texten, die du nun gelesen hast.

Beste Wünsche und gute Nacht !   Thyl STEINEMANN

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