34. Am dritten Advent

Sonntag, 13. Dezember.  

Heute war es wieder sehr kalt und starker Frost bedeckte die Dächer, Wiesen und Strassen.  

Ich entschloss mich zur reformierten Kirche hinauf zu gehen, weil ich im Internet sah, dass der Pfar- rer Joos wieder einen Gottesdienst halten wird, den ich schon von früheren Predigten her kannte.   So zog ich mich also warm an und machte noch einen kleinen Stadtrundgang bevor ich zur Kirche ging, den schon draussen wartenden Pfarrer begrüsste und eintrat.

Er hielt eine schöne Predigt, die zu Herzen ging und mich stark berührte.   Die Organistin spielte souverän die gut klingende Orgel.

Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Pfarrer vor der Eingangstür persönlich von allen Besuchern des Gottesdienstes.  Ich sprach ihn aber noch an wegen Dingen, die ich gerne mit ihm besprechen möchte, vor Allem wegen der "Gotteslästerung" im "Vaterunser", welche jeden Sonntag wiederholt wird und niemand reklamiert.  Denn man sagt:  "Und führe uns nicht in Versuch- ung", was nach meiner Meinung ein schwer wiegender Übersetzungsfehler ist, denn richtig müsste es heissen: "Und führe uns wenn wir in Versuchung kommen", denn Gottvater wird NIE jemanden in Versuchung führen.  Dies ist eine der Tätigkeiten von Luzifer, dem Kumpanen von Satan.

Und weiter sagte ich dem Pfarrer, nachdem er erklärt hatte wohin die Kollekte geleitet wird, nämlich zum HEKS, dem "Hilfswerk der evangelischen Kirchen der Schweiz", dass ich vor einiger Zeit das HEKS um einen Beitrag für meine karitative Tätigkeit bat, aber mir geantwortet wurde, dass das HEKS KEINE Hilfe an Einzelschicksale leiste.   Wir konnten aber nicht darüber diskutieren, weil der Pfarrer mit seinem Auto nachhause musste.  So beschlossen wir, dass ich ihn nächstens einmal bei ihm zuhause besuchen werde.

Nun ging ich aber nochmals in die Kirche, und zwar hinauf zur Empore und setzte mich an die Orgel und spielte das Menuett und eine Reihe schöner Akkorde, welche die Kirche erklingen liessen.

Das tat mir sehr gut, wieder einmal richtig Orgel spielen zu können.  Nun verliess ich die Kirche und ging noch auf einen Rundgang bis zur Eisenbahnbrücke, dort über den Fußgängersteg auf die an- dere Seite des Vorderrheines und dort zurück nach Jlanz in meine Mansarde.  Auf dem Weg dorthin traf ich noch einen jungen Bauern aus Sevgein, der sich bei ausgestellten Traktoren umsah.

Ich sprach ihn an und wir kamen in ein nettes Gespräch über meine Zeit als Landdienstler auf einem Bauernhof im Welschland - Halbjahr im Sommer 1948.  Ich werde diesen Bauern gerne einmal besu- chen in Sevgein, sobald ich wieder mobil bin.

Am Computer habe ich heute wieder eine grosse Anzahl meiner Kompositionen geprüft und Verbes- serungen ausgeführt, damit die Notenbilder perfekt bereit sind für eine hoffentlich baldige Veröffent- lichung.   Da konnte ich recht staunen, was für Arbeit ich bei diesen Kompositionen geleistet hatte.

Hier ein Beispiel einer schönen Melodie im schwedischen Stil:    Sonnenpolska.mid

Wie gefällt dir diese Melodie ?   Du kannst mir dies per Mail mitteilen:   kontakt@nordica.ch 

Nun habe ich die neue Seite für mein Web fertig erstellt und werde nach einer herrlichen warmen Dusche zu Bett gehen und freue mich schon auf neue, faszinierend reale Träume und hoffe alles Gute für die neue Woche.

  Herzlichst und gute Nacht !   Thyl STEINEMANN

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