15. Unterwegs

Heute Samstag, 24. Oktober schaute ich beim Frühstück zum Fensterchen hinaus auf den Landi- Platz, wo jeweils am Samstag ein Wochenmarkt stattfindet.  Aber heute waren dort keine Stände aufgestellt, was mich verwunderte.   Nun ging ich in die Stadt und sah schon von der Rheinbrücke aus, dass auf dem Rathausplatz ein Grossanlass "Transruinaulta" stattfindet mit vielen Leuten und Lautsprecherlärm:

In einer Lautsprecherpause begannen vier Alphornbläser mit einem kleinen Konzert.  Hier sieht man sie näher:

Für die Sportleute wurde am Start eine etwa 20 Meter lange Holzspänebahn eingerichtet.  Anhand der Läufernum- mern schätze ich, dass über eintausend Sportlerinnen und Sportler teilgenommen haben.  Der Organisator am Mikrofon war sehr beschäftigt aus der Liste die Namen der Startenden heraus zu lesen.  Er beglückwünschte die meisten Startenden mit "toi, toi, toi" !    Das entsetzte mich und ich begab mich deshalb zu ihm und wartete noch den letzten Startenden ab.  Dann sprach ich Stefan an und sagte zu ihm, dass man diesen leider sehr gängigen Ausspruch nicht gebrauchen sollte, denn er bedeutet im Spirituellen "Teufel, Teufel, Teufel".   Ich sagte ihm, dass man in solchen Fällen sagen sollte: " Alles Gute !" oder einfach: "Viel Glück !" Stefan hat dies verstan- den und wird sich dies beim nächsten Anlass in Thusis durch die Viamala am nächsten Wochenende gut merken.

Eine Absperrung mit Bändern für den Parcours zog sich bis zur Stadtgrenze, womit die Polizei sehr beschäftigt war beim Aufstellen und beim Abbrechen und während dem Lauf um an Durchgängen den "Verkehr" zu regeln:

Nachdem der letzte Sportler gestartet war und mit der Aufräumung der Installationen und Absperrungen begonnen wurde, ging ich weiter zur reformierten Kirche, deren Eingangstür nicht verschlossen war.  Ich trat ganz allein ein und stieg zur Orgelempore hinauf, nahm den Schlüssel aus dem Kästchen an der Wand und setzte die schöne Orgel in Gang.   Ich suchte eine geeignete Registrierung für die beiden Manuale und begann dann mit ein paar Ak- korden.  Dann spielte ich das "Menuett", diesmal perfekt und anschliessend noch eine Reihe von schönen Akkor- den, welche die Kirche füllten.  Das tat mir gut, wieder einmal auf einer richtigen Orgel spielen zu können, auch wenn mir Niemand zuhörte.   Nun setzte ich die Orgel wieder ausser Betrieb, versorgte den Schlüssel und verliess die Kirche.  

Auf dem Rheinufer- Waldweg ging ich noch wandern bis zur Recyclinganlage bei Rueun, dort über die Metallbrü- cke zum anderen Rheinufer und auf Wald- und Wiesenwegen zurück nach Jlanz.  

Ich realisierte kaum wie kalt es war, sah aber Bodenfrost und viel Tau. Offenbar habe ich mich dabei stark erkältet, was sich dann in der Nacht sehr unangenehm auswirkte und mir den Schlaf raubte.   Dies dann auf der nächsten Seite.

Am Nachmittag machte ich dann wieder einen grösseren Rundgang zum Kloster hinauf bei schönstem Herbstwet- ter, hatte aber die Kamera nicht mit.  Ich begegnete aber wieder Augustine, einer lieben Klosterfrau, mit der ich aus- giebig plauderte und die sich gerne von mir umarmen und auf ihre Wange küssen liess.!

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