Unterwegs

Mittwoch, 12. Oktober 2016.

Heute ist der Himmel bedeckt, aber die Bewölkung lockert sich zusehends auf, so dass die Sonne zu strahlen beginnt.

Nach dem Zmorge und etwas PC - Arbeit ging ich um 9.00 h zur Ruscheinerstrassen- Kurve hinauf um den Verkehr etwa eine halbe Stunde zu regeln.   Hier kommt gerade ein Lastwagen von unten rauf, so dass ich die zwei Autos von oben stoppen muss.

Dann begann ich mit Autostopp bis ein nettes Ehepaar anhielt und mich einsteigen und mitfahren liess bis Ruschein.

Von dort ging ich zu Fuss weiter hinauf nach Ladir, wo ich an der Kirche vorbei zur Senda Sursilva- na kam und auf diesem Höhenweg etwa einen halben Kilometer spazierte bis zu einer Ruhebank, auf der ich schon öfter gesessen bin.   Da bat ich meine Schutzengel mich so zu unterstützen, dass meine beiden Schützlinge Sarah und Aarifah Jumil baldmöglichst zu mir in die Schweiz kommen können und wir gemeinsam solche Ausflüge unternehmen können.

Ich genoss dort die wärmende Sonne, denn die Lufttemperatur war immer noch nur knapp über Null.   Auf diesem Bild unten ist die schöne Aussicht von der Kirche Ladir ins Tal hinunter:

Dann ging ich zurück nach Ladir und die Strasse hinunter wo ich Autostopp versuchte, aber ohne Erfolg.    Hier der Blick nach Ruschein und hinüber nach Obersaxen:

So musste ich bis hinunter nach Ruschein und noch ein Stück weiter die Strasse hinunter an die Postauto- Haltestelle, wo ich wieder Autostopp versuchte.  Und tatsächlich hielt ein netter Mann an mit einem kleinen Hund vor dem Beifahrersitz.  Sein Sohn stieg aus und setzte sich in den Fond, so dass ich mich beim Hund hinsetzen konnte, der sich von mir gerne streicheln liess u. es genoss.

Bald waren wir vor Ilanz am Ende der Ruscheiner Strasse, wo ich mich mit herzlichem Dank verab- schiedete und ausstieg.  Zu meiner Mansarde waren es von dort nur noch 3 Minuten.  

Um 12.19h war ich zurück in meinem Zimmer und bereitete mir ein kleines Zmittag.  Dann legte ich mich für eine knappe Stunde ins Bett für eine erholsame Siesta, wurde aber geweckt von mehreren Anrufen von Doktor Nyame aus dem Militärspital in Accra / Ghana.  Er schilderte mir wie verzweifelt die Natalia ist mit ihrem Töchterchen Maria Theresa, die bei ihm in seiner Wohnung hausen und oh- ne Geld sind.  Auch er hat nicht genug Geld um diese beiden zusätzlich zu seiner Familie zu versor- gen.  Ich schilderte ihm aber meine eigene schwierige Situation als Banken- u. Justizopfer ohne ge- nügend Geld.

Ich entschloss mich aber nach diesem Hilferuf von meinen kleinen Reserven wenigstens 200 Fr. an Doktor Nyame von meiner Bank überweisen zu lassen.  Nun muss ich halt schauen, wie ich die nächsten vier Wochen überleben kann. Ich hoffe mit meinen Auftritten als Strassenmusikant jeweils am Wochenmarkt genügend Spenden zu erhalten um Lebensmittel und Getränke besorgen zu kön- nen.   So habe ich dann am Samstag, 15.Oktober für das musizieren am Ilanzer Wochenmarkt doch 27.- Franken an Spenden erhalten, womit ich einen Einkauf bei der Migros für die nächsten vier Tage besorgen konnte.

Dies für heute.  Ich wünsche auch dir eine gute Nacht !  

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Hier noch eine weitere fröhliche Melodie von mir:   "Glückwunsch-Walzer"  ( Opus 55 )

Mit lieben Grüssen, Thyl STEINEMANN

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