Unterwegs

Dienstag, 4. Oktober 2016.

Heute ist der Himmel nur leicht bewölkt, die Luft aber trüb und sehr kalt, nur 5°C.

Nach dem Zmorge und einiger Computerarbeit ging ich warm angezogen in die Stadt und weiter zum Valserwasser- Verlad: 

Ich schaute dort den Arbeitern zu wie sie sehr fleissig und geschickt die schweren Palletten herum kutschieren aus den LKWs in die Bahnwagen der Rhätischen Bahn.  Auf wohl über 20 Palletten sind jeweils sicher mindestens etwa 500 Flaschen Valserwasser in Harassen gestapelt.

Weil mir das Mitfahren diesmal nicht gestattet wurde, ging ich halt dann auf einen grösseren Spazier- gang auf dem Waldweg neben dem Vorderrhein hinauf bis zur Recyclinganlage bei Rueun, dort über die Metallbrücke und zurück bis zum Kieswerk, dann hinauf nach Schnaus, wo ich wie üblich eine längere Pause auf der langen Ruhebank mache und die Fahrzeuge zähle, welche das Tal hinunter fahren:

Dann ging ich den Waldweg weiter zurück bis zur Ruscheinerstrasse und diese hinunter auf die Talstrasse.  

Unterwegs auf dieser Bergstrasse raste ein Töfffahrer in dieser Kurve knapp an mir vorbei, kehrte dann um und kam zu mir heran.  Er sagte mir ich dürfe hier nicht die Strasse begehen, sondern müs- se den Fussweg oben beim Kloster benutzen, weil dies für ihn viel zu gefährlich sei.  Ich entgegnete ihm aber, dass ich ja ausserhalb der weissen Sicherheitslinie am Strassenrand gehe und sogar in das Strassenbord trete, wenn ein grösseres Fahrzeug kommt, aber nicht wegen einem Töff, der ja genug Platz hat auf der Strasse.  Ich sagte zu ihm, dass er halt etwas vernünftiger fahren soll und nicht so rasen, denn wenn hinter einer unübersichtlichen Kurve ein Hindernis kommt wie beispiels- weise ein langsam fahrendes Fahrzeug von einem Bauern, dann kann er ja nicht mehr bremsen und sogar einen tödlichen Unfall verursachen.

Punkt 12.00h war ich wieder in meiner Mansarde u. ich bereitete mir ein kleines Zmittag und legte mich nachher für zwei Stunden für eine wohltuende Siesta ins Bett.

Um 14.45h ging ich dann bei strahlendem Sonnenschein nochmals auf einen grösseren Rundgang den Rheinuferweg hinunter bis zum Glenner u. dann dem Glenner nach hinauf durch den schönen, anspruchsvollen Waldweg bis zur Valserstrassenbrücke, wofür ich jeweils eine knappe Stunde be- nötige.  Hier ein Bild vom Weg nach der Hängebrücke: 

Dann kommt man schon bald einmal zur ersten Treppe.  Diese ist in schlechtem Zustand und man muss recht gut aufpassen, damit man nicht ausrutscht und hinfällt.: 

An der höchsten Stelle des Weges setze ich mich meist ein wenig an den Wegrand ins dürre Gras bis sich der Herzrhythmus wieder beruhigt hat.   Hier kam ich herauf und setzte mich rechts hin:

Dann geht es steil hinunter, wofür ich meist meine Schutzengel anspreche um Beistand, damit ich wohlbehalten ohne zu stürzen zur Valserstrasse hinunter steigen kann.  Auch auf den Blättern am Boden kann man ausrutschen, wenn man nicht gut aufpasst:

Über die Brücke der Valserstrasse ging's dann am Strassenrand zurück bis an die Stelle, wo wieder ein Fussweg dem Glenner entlang nach Ilanz hinunter zu gehen ist.  Auf dieser Strasse sah ich plötzlich einen schwarzen Klumpen auf der Strasse, ging dorthin und hob eine tote Amsel auf am Schwanz:

Dieses arme Tier ist wohl zu tief geflogen und mit einem Fahrzeug kollidiert, was tödlich war.  Da war halt nichts mehr zu helfen und ich musste den Kadaver entsorgen.

In Ilanz ging ich noch zum Bürocenter um die Bilder von meiner Digitalkamera auf meinen Memory- stick hinüber laden zu lassen, weil ich dies nicht mehr selbst tun kann seit dem PC- Absturz im Feb- ruar.  Und dann machte ich noch eine Pause im christlichen Buchladen gegenüber, der einer der schönsten Läden von Ilanz ist, wofür ich der Verkäuferin ein Kompliment machte, was sie natürlich freute.

Um 17.15h war ich wieder zurück in meiner Mansarde u. bereitete mir wie üblich ein kleines Abend- essen und genoss es.  Nachher setzte ich mich an den Computer, bearbeitete die neuen Bilder und begann diese neue Seite für mein Internet- Web www.sirianer.ch   

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Hier noch ein Nachtrag zu gestern Montag:  

Bei einem Rundgang zum Glenner begegnete ich bei der Bahnunterführung einer netten Frau, die mich ansprach, weil sie wissen wollte wohin dieser Weg führt.

Wir kamen in ein angeregtes Gespräch, wobei sie sich sehr freute, dass ich mich ihr als Deutsche widme.  Wir umarmten uns und sie küsste mich dreimal, wie es in der Schweiz üblich sei.  Ich erklärte ihr aber, dass das dreimalige Küssen französisch sei und dass die Schweizer dies von den Franzo- sen gelernt haben.  Beglückt trennten wir uns u. gingen eigene Wege weiter.  Ein schönes Erlebnis !

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Inzwischen ist es 21.20h und Zeit um Schluss zu machen für diesen schönen, erlebnisreichen Tag.
Ich freue mich auf die warme Dusche und auf die Nachtruhe u. wünsche auch dir eine gute Nacht !  

Hier noch eine weitere fröhliche Melodie von mir:   "Schweizer Polka"  ( Opus 453 )

Mit lieben Grüssen, Thyl STEINEMANN

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