Unterwegs nach Siat

Donnerstag, 29. September 2016.

Blauer Himmel, leicht überzogen, Cirruswolken und Kondensstreifen von Flugzeugen, die Luft trüb und die Strassen trocken, aber Morgentau im Gras.

Nach dem Frühstück setzte ich mich an den Computer und schrieb einen Brief an meinen Bruder, Pfarrer Urs Steinemann, mit der Bitte, mir in meiner finanziellen Not auszuhelfen, da ich dringendst die fälligen Mansardenkosten bezahlen können sollte.  Nachdem ich diesen Brief zur Post brachte, ging ich gleich den Waldweg vom Spital zum Kloster hinauf und wieder an die gefährliche, unüber- sichtliche Ruscheinerstrassenkurve um den Verkehr zu regeln.  

Da haben sich wieder mehrere Fahrzeuglenker mit Daumen nach oben und freudigem Lächeln für meine freiwillige Verkehrsregelung bedankt.   So wissen sie ob sie gefahrlos durchfahren können oder anhalten müssen wegen einem LKW oder einem Postbus, der von unten rauf kommt, was sie ja von oben nicht sehen können, nur ich am Strassenrand.

Nach etwa einer halben Stunde stoppte ich ein Auto und fragte die Lenkerin ob ich nach Ruschein hinauf mitfahren dürfe, was sie mir gerne erlaubte.   So fuhren wir also bis ins Dorf Ruschein hinein, wo wir uns verabschiedeten, mit grossem Dank von mir.

Und dort entschloss ich mich auf der Höhenstrasse nach Siat zu marschieren.  Ich kam an einer Stelle vorbei wo zwei Arbeiter mit Maschinen am Steilhang tätig waren, eine sehr schwierige und gefährliche Arbeit:

Nach fast einer Stunde kam ich zur Kirche von Siat, wo eine Kuhherde graste:

Und weiter kam ich ins Dorf hinein, wo mir natürlich viele Erinnerungen wach wurden aus den 16 Jahren, in denen ich dort mit Sylvia zusammen wohnte und erfolgreich arbeitete.  Vor Allem als ich auf dem Parkplatz vor meiner Liegenschaft stand, die mir kriminellerweise enteignet wurde, obwohl ich schon einen Kaufvertrag mit dem früheren Eigentümer vorbereitet hatte und ein deutscher Solar- techniker bereit war die Liegenschaft zu kaufen und mir zu vermieten.

Ich hoffe sehr, dass ich mit einem der besten Anwälte der Schweiz Recht u. Gerechtigkeit durchset- zen und möglichst bald wieder nach Siat umziehen kann in die schöne Liegenschaft.

Ich wollte mit den neuen Mietern bekannt werden und läutete am Eingang, aber niemand kam zur Tür, die geschlossen war.  So ging ich halt zur Strasse, die ins Tal hinunter führt und machte Auto- stopp bis mich eine nette Frau mitfahren liess bis zum Einkaufszentrum Aldi vor Ilanz.  Dort verab- schiedete ich mich mit bestem Dank u. guten Wünschen und ging zu Fuss den restlichen Kilometer bis zum Haus Maler Tischhauser, wo ich im Dachstock meine Mansarde habe, wo ich gegen 18h eintraf und mein Abendessen präparierte und genoss.

Nachher ging ich noch für eine kleine Besorgung zur Migros und zurück und setzte mich dann an den Computer um Bilder zu bearbeiten und um diese Seite zu erstellen.

Nun ist es Zeit Feierabend zu machen, zu duschen und ins Bett zu gehen.  Um 21h mache ich dann Schluss für diesen schönen, erlebnisreichen Tag.  Ich wünsche auch dir eine gute Nacht !  

Hier noch eine weitere Melodie von mir:   "Herbstfarben"  ( Opus 44 )

Mit lieben Grüssen, Thyl STEINEMANN

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