Sammeln ja - aber WAS ?

Heute Freitag am 29. Januar war ich wieder auf einem Rundgang zum Kloster hinauf und hatte dabei genügend Zeit über allerhand Dinge nachzudenken, so auch über eine neue Seite im Web sirianer.ch.

Da meine Digitalkamera zurzeit nicht mehr funktioniert kann ich leider keine neuen Bilder mehr foto- grafieren.  Und so kam ich auf die Idee auf Früheres zurück zu greifen u. auf das Thema "Sammeln".

Unser Vater Eugen Steinemann sammelte Briefmarken, und zwar sehr erfolgreich.  In seinem Album fand ich Marken aus erster Zeit der Briefmarken, die entsprechend wertvoll sind.

Er führte mich ein in das Briefmarken sammeln und schenkte mir ein erstes Einsteckalbum.  Ich begann also hauptsächlich mit tauschen von doppelt und mehrfach vorhandenen gegen fehlende Briefmarken.  Als Bibliothekar erhielt er viele Briefe, auch vom Ausland und übergab mir jeweils die Kuverts mit den abgestempelten Briefmarken.

Nun mussten die neuen Marken von den Briefumschlägen ausgeschnitten, in warmes Wasser ein- gelegt und dann vom Papier abgelöst und zwischen Löschpapier getrocknet und gepresst werden.  Eine heikle Arbeit, die viel Sorgfalt erforderte um die Briefmarken nicht zu beschädigen.  Aber meine Sammlung wuchs zusehends und mein Stolz darüber auch.

Als ich dann in der Mechanikerlehre war und einen kleinen Lohn erhielt, begann ich fehlende Marken im Briefmarkengeschäft zu kaufen.  Dies gefiel aber meinem Vater nicht, denn er war der Auffassung, dass man die Sammlung allein mit Tauschen weitgehend vervollständigen könne.  

Meine Eltern machten mich dann auf einen Bekannten aufmerksam, der nicht weit von uns wohnte und ambitionierter Briefmarkensammler ist.   Dieser nette Mann ergänzte meine Sammlung gerne mit vielen bei mir noch fehlenden Briefmarken im Tausch gegen ausländische Marken.

So wurde meine Briefmarkensammlung immer wertvoller und mein Stolz darüber immer grösser.

Nachdem ich wegen diesen Fehlurteilen total enteignet wurde und mein ganzes Inventar geplündert u. grösstenteils zur Müllverwertung gefahren wurde, weiss ich nicht ob ich diese Briefmarkensammlung vor der Vernichtung retten konnte, weil ja Alles noch in etwa 30 Umzugskartons und Kisten verpackt und unzugänglich ist.

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So begann ich halt andere Dinge zu sammeln wie beispielsweise: 

  • Herzförmige Steine, was ja auch faszinierend ist, wenn man so schöne Steine am Boden findet.

  • Wunderschön farbige Herbstblätter, wie ich solche schon in früheren Seiten abbildete:

  • Nach dem Tode meiner Ehefrau Sylvia begann ich auch mit der Sammlung von Adressen lie- benswürdiger Frauen bis sich über 1600 Frauen meldeten, die eine Partnerschaft mit mir wünschten.  Aber als "obdachloses Justizopfer" kann ich mir doch gar keine Partnerin leisten. . .
    So musste ich leider alle diese schönen Verbindungen aufgeben.

  • Nun sammle ich Kraft zum Durchhalten mit gesunder Ernährung, mit genügend Schlaf, mit schönem Orgelspiel und mit vielen schönen Begegnungen mit lieben Menschen, in der Hoffnung und Zuversicht, dass diese Zeit als Justizopfer bald beendet werden kann und ich wieder ein freier Mensch mit eigenem Zuhause bin.

  • Spenden Sammeln kann ich zurzeit kaum mehr, weil ich bei der Kälte und Nässe mit meinem wertvollen Musikinstrument, der Schlüsselfiedel nicht ins Freie hinaus darf.

Das wäre also das Thema "Sammeln" gewesen.  Jetzt gehe ich mir ein kleines "Zmittag" zubereiten.

 Herzlichst, Thyl STEINEMANN

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